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In Bewegung

Freitag, 22.05.2015, Universität

Gesellschaft krankt am ungesunden System: Grazer Wirtschaftsgespräche

Public Health zählt aktuell zu den Top-Themen unserer Gesellschaft. Wie es um die Volksgesundheit bestellt? Wie krank ist das System? Und was jeder selbst dafür tun? Diesen und weiteren Fragen ging im Rahmen der Uni-Graz-Reihe „Grazer Wirtschaftsgespräche“ am 19. Mai 2015 ein prominent besetztes Podium nach.

Gastgeber und Wirtschaftswissenschafter Alfred Gutschelhofer zeigte zu Beginn den Zwiespalt auf: „Einerseits will unsere Gesellschaft mündige Menschen mit Eigenverantwortung fürs eigene Leben, andererseits wird schnell der Ruf nach politische Verantwortung laut.“
Sylvia Titze, Sportwissenschafterin an der Uni Graz, wies vor allem auf den Unterschied von drei oft vermischten Begriffen Sport, Training und Bewegung hin. 150 Minuten pro Woche mit mittlerer Intensität oder 75 Minuten mit höherer Intensität – so lautet die österreichische Bewegungsempfehlung. „Wichtig ist es sich selbst zu beobachten, um sein Verhalten zu ändern und zu schauen welche Bewegung macht Spaß“, appellierte Titze.
Viele positive Effekte von körperlicher Aktivität führte Sportwissenschafter-Kollege Gerhard Tschakert ins Treffen: „Es wird zum Beispiel Insulin-Resistenz reduziert und die Entstehung von Tumoren verringert.“ Vor allem kurze Intervalle mit hoher Belastung hätten einen hohen Wirkungsgrad gezeigt.
„Wenn man das Verhalten beeinflussen will, muss man die Menschen in kleinen Schritten zur Änderung bringen“, betonte Gernot Brunner, ärztlicher Direktor des LKH-Univ.-Klinikum Graz. Der Mediziner bestätigte zugleich einen Wandel im System, in dem der Patient zur Gesundung selbst viel beitragen könne.

Kristina Edlinger-Ploder, Vizerektorin der Med Uni Graz und langjährige Gesundheitspolitikerin, erklärte das Versorgungssystem mit der langen Tradition des Siechentums: „Österreich ist nach wie vor Weltmeister in der stationären Behandlung. Das wird jedoch unserer heutigen Gesellschaft nicht mehr gerecht.“ Sie bestätigte zudem den Zusammenhang zwischen Bildung und Gesundheit.
Den mit elf Prozent des BIP hohen Anteil an Ausgaben für Gesundheit hob Kurt Völkl, Generaldirektor der Versicherungsanstalt für Eisenbahn und Bergbau, hervor: „Wir müssen vor allem bei den gesunden Lebensjahren im Alter enorm aufholen. In Österreich liegt der Schnitt unter 60 Jahre.“

Nächste Ausgabe mit Peter Filzmaier

In der nächsten Ausgabe der „Grazer Wirtschaftsgespräche“ ist Politikwissenschafter Peter Filzmaier zu Gast. Er wird aus aktuellem Anlass die Ergebnisse, Wählerströme und Motive der steirischen Landtagswahl analysieren.
WANN: Dienstag, 1. Juni 2015, 16 Uhr
WO: RESOWI Zentrum, SZ 15.22, Bauteil G, 2. Stock, Universitätsstraße 15, 8010 Graz

Der Eintritt ist frei, um Anmeldung wird gebeten:
E-Mail: entrepreneurship(at)uni-graz.at
Tel.: 0316 380-7351

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